Warum ich Oldtimer-Videos filme – und wie ich es mache
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Ich war nie der klassische Kreative. Kein begabter Künstler, kein Filmstudium, und einen starren Masterplan gab es sowieso nie. Wenn man mich fragt, wie das Ganze angefangen hat, muss ich ziemlich weit zurückgehen. Die Ideen waren eigentlich nie das Problem, sie kamen schon immer völlig spontan aus dem Moment heraus.
Der Anfang: Filme und Musik aus den 80ern
Mein Vater sammelt nicht nur Filme, sondern hat vor allem einen verdammt guten Musikgeschmack. Als Kind durfte ich mit ihm nicht nur die Klassiker aus den 80ern schauen, sondern habe durch ihn auch extrem früh die besten Songs aus dieser Zeit gehört. Rückblickend muss genau da der Punkt gewesen sein, an dem sich bei mir dieses Gefühl für den perfekten Soundtrack, den passenden Vibe und cineastische Bilder entwickelt hat. Die Einflüsse waren einfach da, ich musste sie nur aufsaugen.
Ein paar Jahre später, in der Jugend, kam das, was wohl fast jeder macht: Ich habe einen YouTube-Kanal gestartet und Minecraft-Videos sowie CoD-Edits erstellt. Groß wurde daraus natürlich nichts, aber ich habe genau da gelernt, wie man ein Schnittprogramm bedient und worauf es bei einem Video ankommt (oder auch nicht ;) ). Das war die echte Basis.
Dann kamen die Autos
Ich wollte nie ein neues Auto fahren. Mein Erstwagen, ein Golf 3, war schon großartig. Ein paar Jahre später wurde daraus mein 190E, der bis heute in den Videos zu sehen ist. Und weil ein Oldtimer selten reicht, kam 2021 eine S-Klasse dazu.
Warum aus dieser Faszination am Ende RetroFuels wurde, erzähle ich ausführlicher auf der Story-Seite. Hier geht's ums Wie, um den Prozess dahinter.
Mein Prozess: kein Skript, nur Flow
Ehrlich gesagt ist das gleichzeitig Vor- und Nachteil. Manchmal ist es eben so, dass absolut keine Idee kommt. Das ist natürlich immer doof, aber ich kann sie mir wirklich nicht aus dem Arm zaubern. Denn wie so oft gilt: Der Vibe muss stimmen.
Für meine eigenen Videos mache ich mir oft meine RetroFuels-Spotify-Playlist an und lasse mich von den Sounds treiben, bis sich im Kopf eine grobe Idee bildet. Ich lebe im Schwarzwald, schöne Landschaften gibt's hier an jeder Ecke.
Angefangen habe ich im klassischen 9:16-Handyformat. Ziemlich schnell habe ich aber gemerkt, dass mir das Querformat viel mehr Spaß macht und mir dabei auch deutlich mehr Ideen kommen. Also Kamera aufs Stativ, und los geht's. Ohne großes Skript. Ich gehe mit dem Flow, und das Wichtigste: Es macht mir einfach verdammt viel Spaß.
Mit zwei eigenen Autos habe ich immer etwas zum Filmen. Dazu kommt eine Community, die mir ihre Autos anvertraut. Ein E30 und ein W124 durften schon vor meiner Kamera stehen.
Beim Schnitt orientiere ich mich immer an der Musik. Es passiert regelmäßig, dass ich mittendrin den Song wechsle, einfach weil ich es nicht mehr fühle. Rechnet man Filmen und Schneiden zusammen, sitze ich pro Video mehrere Stunden dran.
Der Moment, der alles verändert hat
Jedes Video ist für mich ein Learning. Aber ich hatte auch einfach Glück. Mit einem der ersten Videos, ziemlich am Anfang von RetroFuels, habe ich Blut geleckt. Gefilmt mit meinem Kollegen Paddes, auf dem iPhone (und ein sehr witziger Tag mit meinem Kumpel, der uns bis heute im Kopf bleibt, weil wir die ganze Zeit nur kacke gemacht haben und das eigentlich nicht wirklich ernst genommen haben). Dass daraus so ein Ergebnis resultiert, macht die Geschichte einfach herrlich.
Das erste Video mit Paddes – aufs iPhone gefilmt, ganz am Anfang von RetroFuels.
Das war der Moment, an dem ich realisiert habe: Da steckt mehr dahinter. Leute sind wirklich fasziniert von dem, was wir da machen.
Der Sprung zur richtigen Kamera
Lange Zeit ist das alles auf dem iPhone entstanden, auch das Video oben. Schließlich ist es ein kompletter Trugschluss zu denken, dass besseres Gear einen automatisch zu einem besseren Creator macht. Ein Ferrari macht dich schließlich auch nicht zu einem besseren Rennfahrer.
Erst im Sommer 2025 bin ich dann auf eine richtige Kamera umgestiegen. Ungefähr wusste ich, was ISO bedeutet. Aber wie ISO, Blende und Shutter zusammenspielen, war mir fremd. Genau das war mit ein Grund, warum ich das Equipment nicht einfach blind gekauft habe, dazu kam der Preis. Bis man alles zusammen hat, kommt ein ganz schöner Batzen Geld zusammen. Für ein paar Hobbyaufnahmen wäre das nicht zu rechtfertigen gewesen.
Umstieg auf richtiges Kamera-Equipment im Sommer 2025.
Aber RetroFuels ist für mich kein kleines Hobby. Es ist eine echte Leidenschaft. Um meinem eigenen Anspruch gerecht zu werden und meiner Community besseres Material zu liefern, habe ich die Entscheidung getroffen und mir das Equipment zugelegt.
Was das mit RetroFuels zu tun hat
Die Videos sind nicht die Werbung für die Marke, sie sind der Ursprung davon. RetroFuels ist der Versuch, dieses Gefühl greifbar zu machen: das Licht der Golden Hour durch die Windschutzscheibe, eine ruhige Nachtfahrt, ein Sound, den man aus hundert Metern erkennt.
Check unsere Social Media Kanäle ab, um den Vibe zu spüren. Und wenn du dir dieses Gefühl nach Hause holen willst: Ein Blick in den Shop lohnt sich.